Webflow Erfahrung über 3 Jahre: Learnings und Prognose 2024

04. November 2023
Webflow Erfahrung
Webflow Erfahrung

Einleitung

Webflow wird häufig als nicht als besonders Anfängerfreundlich eingestuft, da es viele Funktionalitäten und Möglichkeiten mit sich bringt. Dies führt unweigerlich zu einer recht steilen Lernkurve. Doch die Investition von Zeit und Mühe, sich in Webflow einzuarbeiten, zahlt sich aus – schließlich gilt es als eines der leistungsstärksten Tools für die Website Entwicklung, das der Markt zu bieten hat. In diesem Beitrag möchte ich über meine Erfahrung mit Webflow über knapp 3 Jahre sprechen und eine kleine Prognose für das Jahr 2024 machen.

Learnings

Start

Du kennst das vielleicht: Man startet seine ersten Webprojekte mit purem HTML und CSS und bekommt so ein grundlegendes Gefühl für die Struktur von Websites. Mir ging es ganz ähnlich. Nachdem ich bereits einige kleinere Websites auf die Beine gestellt hatte, kam ein Gespräch mit einem Freund zustande, der in der Welt der Webentwicklung und des Webdesigns schon etwas weiter war: Er war es, der mir Webflow ans Herz legte.

Also tauchte ich ein in das Webflow-Universum, indem ich als ersten großen Testlauf die Website für unsere eigene Agentur umsetzte. Das Konzept dafür hatten wir gemeinsam entwickelt, und mein Freund lieferte das Design als PDF. Für den ersten Wurf war das Ergebnis richtig gut, aber um ehrlich zu sein, war es noch lange nicht kundentauglich. Was fehlte, war schlicht und ergreifend die Erfahrung.

Erste Erfolge

Ich habe auf Fiverr begonnen, Webflow-Entwicklung als Service anzubieten. Durch die ersten Kundenaufträge kam ich immer öfter mit Webflow in Berührung. Nach einigen Projekten verstand ich, wie man effektiv mit Klassen arbeitet. Ich stellte recht früh von Pixel auf REM um. Auch konnte ich komplexe Layouts mit Flexbox und Grids in Webflow realisieren. Webflow ist ziemlich benutzerfreundlich, wenn es um Responsivität geht, deshalb waren meine ersten Websites bereits auf allen Geräten nutzbar – nicht perfekt, aber funktional.

Die erste für mich große Herausforderung kam mit dem Domain-Connect in Webflow und der Verknüpfung mit dem Domain-Hoster. Es gab einige Aufregung und es brauchte ein paar Tutorials, aber letztendlich habe ich es gemeistert. Ich habe auch begonnen, erste Slider mit dem nativen Slider-Tool in Webflow zu erstellen. Zudem verbesserten sich meine Fähigkeiten im Design mit Figma, was die Qualität meiner Websites insgesamt erhöhte.

Fortgeschrittene Techniken und Workflows

Meine Fähigkeiten wurden immer fortgeschrittener. Ich konnte Interaktionen und Animationen einsetzen, sodass Elemente bei Scroll-Vorgängen ins Bild fliegen oder komplexere Hover-Effekte wie Bildvergrößerungen in einem Div-Element möglich sind. Das Responsive Design meiner Websites hat sich deutlich verbessert, sie sehen auf Mobilgeräten ansprechender aus und weisen kaum Fehler auf.

Ich bin auch mit komplexeren Layouts vertraut geworden, indem ich Positionierungstechniken wie Relative, Sticky und Absolute Positioning konsequent genutzt habe. Zudem habe ich gelernt, CMS-Systeme effektiv einzurichten, um Blogposts, Stellenanzeigen oder Teammitglieder richtig zu verwalten.

In diesem Lernprozess bin ich auf die ersten Hindernisse gestoßen und habe gemerkt, dass einige Anforderungen von Kunden nicht nativ in Webflow umgesetzt werden konnten.

Webflow Expertise

Ich habe durch mein Studium ein sechsmonatiges Praktikum in der Webflow-Entwicklung absolviert und in diesem viele Erkenntnisse gesammelt. Zu meinen Lernerfolgen gehörte der Einsatz von Finsweet Attributes, mit denen ich CMS-Funktionen wie Filter und Sortierung meisterte und gängige Herausforderungen in Webflow löste. Ich lernte das 'Client First' Styling-System kennen und integrierte es mit einem Style Guide, was meinen Workflow signifikant verbesserte.

Zudem eignete ich mir Fähigkeiten im Umgang mit JQuery für ausgefeiltere Animationen an. Ich entdeckte Swiper.js als leistungsfähige Alternative zum Webflow Slider, was die Qualität meiner Projekte steigerte. Die Implementierung des Finsweet Cookie Banners war ein wichtiger Schritt, um Webflow-Websites DSGVO-konform zu gestalten – ein Setup, das sich als kostenlos und flexibel erwies.

Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Lernkurve war das vertiefte Verständnis bei SEO für Webflow Websites. Ich erkannte das Potential, das in der Suchmaschinenoptimierung steckt, und wie es die Leistung einer Website beeinflussen kann - denn die meisten Menschen suchen eben immer noch bei Google.

Prognose 2024

Webflow gewinnt kontinuierlich an Bedeutung in der Webdesign-Branche. Es ist ein Thema, das oft und leidenschaftlich diskutiert wird und zunehmend Aufmerksamkeit erregt. Anwender kommen immer häufiger damit in Berührung, was die Plattform weiter in den Fokus rückt.

Obwohl Konkurrenten wie Framer und verschiedene KI-basierte Tools auf den Markt drängen, behauptet sich Webflow dank seiner umfangreichen Möglichkeiten weiterhin an der Spitze. Seine Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit sind schwer zu übertreffen, was es für Designer besonders attraktiv macht.

Ein bedeutender Meilenstein für Webflow ist die Entwicklung des EU-US Data Privacy Frameworks in diesem Jahr. Dieses Abkommen eröffnet insbesondere in Deutschland großes Potential, da Webflow jetzt vollständig DSGVO-konform eingesetzt werden kann. Das verschafft Webflow einen entscheidenden Vorteil auf dem europäischen Markt, da Datenschutz für Unternehmen hier eine besonders große Rolle spielt.

Mit der Gewährleistung der DSGVO-Konformität durch solche Regelungen wird die Nutzung von Webflow für Unternehmen in der EU noch attraktiver. Sie können die Plattform nun ohne rechtliche Bedenken für ihre Online-Präsenz nutzen, was Webflow gegenüber anderen Tools, die diesen Standard möglicherweise noch nicht erfüllen, einen Vorsprung verschafft. Dies könnte zu einer weiteren Expansion von Webflow in Europa führen und seine Position als führendes Tool im Webdesign weiter stärken.

Fazit

Ich bin wirklich dankbar für die Möglichkeiten, die Webflow mir eröffnet hat. Durch die Arbeit mit diesem Tool konnte ich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich enorm wachsen. Webflow hat mir eine solide Basis für meine Karriere im Webdesign geboten, auf der ich aufbauen konnte.

Webflow wird auch weiterhin ein fester Bestandteil meines Lebens und meiner Arbeit sein. Der Markt, insbesondere in Deutschland, hat das Potenzial von Webflow erkannt und schätzt die Vielfältigkeit und Effizienz, die das Tool mit sich bringt. Es ist nicht nur ein Trend in der Branche, sondern ein Werkzeug, das bleibenden Wert bietet.

Der Lernprozess bei Webflow kann herausfordernd sein, aber sobald man eine gewisse Schwelle überwindet, wird das Arbeiten mit dem Tool zu einem echten Vergnügen. Man benötigt keine hunderte Stunden an Erfahrung, um die kreativen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Das ist das Schöne an Webflow: Es gibt praktisch keine Grenzen für die Kreativität. Man kann individuelle, responsive Websites gestalten, die genau den Anforderungen und Wünschen entsprechen.

Diese Freiheit ist es, die Webflow so besonders macht. Man kann seine Visionen ohne Einschränkungen umsetzen. Es ist eine Plattform, die mit einem wächst – je mehr man lernt, desto mehr kann man aus seinen Projekten herausholen. Die Community ist unterstützend und ständig wachsend, und mit jedem Update bietet Webflow neue Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern und zu verfeinern.

In Zukunft sehe ich mich weiterhin mit Webflow arbeiten, nicht nur wegen des Spaßfaktors, sondern auch, weil ich weiß, dass es mir ermöglicht, am Puls der Zeit zu bleiben. Mit jedem Projekt, das ich umsetze, erweitere ich mein Wissen und meine Fähigkeiten – ein Prozess, der niemals endet, aber immer bereichert.

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